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Ambulante Untersuchung
Jede ambulante Untersuchung umfasst neben Anamneseerhebung und gründlicher klinischer Untersuchung ein EKG, Laboruntersuchung, transthorakale Echokardiographie und eine aus-führliche Befundbesprechung. Bei bestimmten Indikationen werden Lungenfunktionstest, Ergometrie, Spiroergometrie, Langzeit-EKG, Computertomographie (CT), Magnetresonanz-tomographie (MRT) und transösophageale Echokardiographie (TEE) angeschlossen.
Invasive (stationär durchgeführte) Untersuchungen
Besteht eine über die konservative, medikamentöse Behandlung hinausgehende Indikation zur operativen oder interventionellen Therapie, erfolgt in den meisten Fällen eine invasive Diagnostik mittels Rechts- und Linksherzkatheter sowie eine Befundbesprechung im kardiochirurgischen Seminar zur Festlegung des weiteren Vorgehens. In einigen Fällen, insbesondere bei jüngeren Patienten sowie bei Patienten mit interatrialen Kommunikationen, ist keine invasive Diagnostik erforderlich. Hier ist meist eine TEE, gegebenefalls mit dreidimensionaler Bildrekonstruktion, oder ein CT oder MRT ausreichend.
Spezielle Untersuchungen
Dreidimensionale (3D) Echokardiographie
Insbesondere bei Regurgitationsvitien an Aorten- und Mitralklappe stellt sich die Frage der Rekonstruierbarkeit der Klappe. Hierfür benötigt der behandelnde Herzchirurg zusätzliche Informationen über Morphologie, Funktion der einzelnen Klappenanteile sowie deren räumliche Beziehung zu umliegenden Strukturen. Generell wird, wann immer die diesbezüglichen Voraussetzungen erfüllt sind, ein klappenrekonstruktiver Eingriff angestrebt. Insbesondere durch die Anwendung der 3D Echokardiographie auf Grundlage einer TEE konnte der prädiktive Wert der Vordiagnostik hinsichtlich der Möglichkeit einer Klappenrekonstruktion auf über 90% angehoben werden. Daneben erleichtert die 3D Echokardiographie insbesondere an der Mitralklappe die minimalinvasive Klappenchirurgie. Die Methode trägt damit maßgeblich dazu bei, das Operationtrauma durch Minithorakotomien für viele Patienten zu verringern und den stationären Aufenthalt zu verkürzen.
Die 3D-Echokardiographie wird auch eingesetzt, um katheterinterventionelle Eingriffe wie Vorhofseptumverschluss oder Mitralvalvuloplastie zu Optimieren und das periinterventionelle Risiko soweit wie möglich zu senken. Bei Vorhofseptumverschlüssen kann mittels präinterventioneller 3D Echokardiographie die Eignung des Geweberandsaums und damit die Sicherheit der Verankerung des Verschluss-Devices genau beurteilt werden. Vor Mitralvalvuloplastie geht es vor allem um die Fusion der Kommissuren, wodurch sich das zu erwartende Ergebnis bzw. das Risiko einer postinterventionellen Mitralinsuffizienz exakt abschätzen läßt.
Belastungsechokardiographie
Diese Methode wird neben der Ischämiediagnostik bei Verdacht auf KHK als Nebendiagnose bei Klappenvitien auch zur Bestimmung der kontraktilen Reserve bei Aortenvitien eingesetzt, um bei Ventrikelfunktionsstörungen die Indikation zur Klappenoperation stellen zu können. Daneben erfolgen Belastungsuntersuchungen auch zur Bestimmung des belastungsabhängigen Druckgradienten bei hypertroph-obstruktiver Kardiomyopathie und bei Aortenstenose.
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