Ambulante Betreuung
Eine ambulante Vorstellung in der Vitienambulanz ist sinnvoll, wenn Sie an einer der folgenden Herzerkrankungen leiden und 18 Jahre oder älter sind:
- Herzklappenerkrankungen (auch nach Herzoperation)
- angeborene Herzfehler (auch nach Herzoperation)
- Hypertroph-obstruktive Kardiomyopathie
Ziel einer ambulanten Konsultation ist die genaue Diagnostik von Herzfehlern, die zunächst mittels klinischer Untersuchung, EKG und Echokardiographie erfolgt. In einigen wenigen Fällen sind eine transösophageale Echokardiographie (Schluckecho) oder eine Magnetresonanztomographie erforderlich. Nahezu immer erfolgt dann ein medikamentöser Behandlungsversuch. Eine Reihe von Medikamenten steht zur Verfügung, um die Lastbedingungen im Kreislauf so zu verändern, dass sich der Herzfehler weniger stark auswirkt. Durch diese Behandlung können bei vielen Patienten das körperliche Befinden wie auch die Leistungsfähigkeit verbessert werden. In die gleiche Richtung zielt die individuelle Beratung zu Lebensführung und Prävention (tägliche Trinkmenge, körperliche Belastungsgrenze, Endokarditisprophylaxe u. a.). Der therapeutische Effekt wird durch Verlaufskontrollen festgestellt. Reichen diese Behandlungsformen, die auch unter dem Begriff „konservative Therapie“ zusammengefasst werden, nicht aus und kommt es dennoch zu einem kritischen Fortschreiten der Erkrankung, stehen weitere Therapieformen zur Verfügung, die mit einem stationären Aufenthalt verbunden sind.
Stationäre Betreuung
Stationäre Aufenthalte sind einerseits bei sehr schweren Formen und bei akuten Symptomen notwendig. Andererseits sind bestimmte diagnostische Schritte und Behandlungen an einen Krankenhausaufenthalt gebunden:
- diagnostischer Links- und Rechtsherzkatheter
- katheterinterventionelle Therapie
- Herzoperation (Klinik für Herzchirurgie)
Über Vor- und Nachteile, Alternativen, Voraussetzungen, Risiken und Fragen der Nachbetreuung bezüglich einzelner Behandlungsverfahren werden Sie im persönlichen Arztgespräch aufgeklärt und individuell beraten.